Archiv für Februar 2009
Einzelhandel und Kassen
Der Einzelhandel ist bekanntlich in viele Arten aufgeteilt. Mode, Lebensmittel, Floristik und Drogerieartikel sind nur einige davon. Und selbst in einigen dieser Einzelhandelssparten gibt es noch spezialisierte Fachabteilungen. In der Mode zum Beispiel gibt es Damen-, Herren- und Kindermoden. Fleischerei, Backwaren sowie Obst & Gemüse gehören als Fachbereich in die Lebensmittelbranche. Aber das ist ja eigentlich nichts Neues. Neu ist auch nicht dass in jedem Betrieb, der Waren oder Dienstleistungen verkauft, eine Kasse vorhanden sein muss. Denn für die betriebliche Buchhaltung müssen ebenso Belege erstellt werden wie für den Kunden, wenn dieser einen Beleg braucht. Kassen, Registrierkassen, Kassensysteme und Netzwerkkassen sind allesamt in der Lage, eben diese Belege zu erstellen. Auf diesen Belegen müssen folgende Angaben zu erkennen sein: Name und Anschrift des Betriebes, Datum, Anzahl und Bezeichnung der verkauften Artikel oder Dienstleistungen mit Einzel- und Gesamtpreis, die Umsatzsteuer in Prozent und Betrag sowie der zu zahlende Gesamtbetrag. Der Beleg für den Kunden wird als Einzelbeleg ausgedruckt. Der Beleg für die betriebliche Buchhaltung wird als Bonrolle erstellt. Sämtliche Eingaben an der Kassen station werden zwar wie der einzelne Kundenbeleg auf einem Endlospapier gedruckt. Aber sie werden nicht einzeln ausgegeben sondern aufgerollt und als Gesamtbeleg aufbewahrt. Zum Abrechnungszeitpunkt am Tages- oder Dienstende wird dann auch der Abrechnungsbeleg auf das Endlospapier gedruckt und dient als Abschluss des Belegs. Bei neuesten Kassensystemen und Netzwerkkassen ist es vielleicht sogar schon möglich, dass die Belege für die Buchhaltung während des Tages in einer Datenbank zwischengespeichert und zur Abrechnung entweder am Kassenplatz oder im Büro ausgedruckt werden können. Welche Art Kasse im Betrieb installiert wird, hängt in erster Linie von der Betriebsgröße ab. Ein kleiner Kiosk benötigt kein umfangreiches Kassensystem um verschiedenste Betriebsbereiche miteinander zu verbinden. Eine Kaufhauskette oder eine Supermarktfiliale hingegen sind mit einem Kassensystem oder einer Netzwerkkasse bestens ausgerüstet. Denn die Verbindung vieler Betriebsbereiche kann Arbeit erleichtern oder einsparen. In großen Kaufhäusern ist es äußerst sinnvoll die Lagerhaltung oder auch die Personaleinsatzplanung vom Kassensystem unterstützen zu lassen. Auch Zugriff seitens der betrieblichen Buchhaltung auf die Kasse ist sinnvoll, um beispielsweise Retourenerfassungen oder Warenumtausch nach Reklamation zu verbuchen. In kleinen und Kleinstbetrieben wäre eine Netzwerkkasse oder ein Kassensystem eher hinderlich. Lagerhaltung oder Personaleinsatzplanung finden hier nicht in dem Umfang statt, da würde ein Kassensystem die Arbeitsabläufe eher stören. Darum genügt hier meist eine einfache Registrierkasse. Diese erstellt ebenso gut nötige Belege mit den nötigen Informationen und behindert dennoch nicht den betrieblichen Ablauf. Und doch sind auch Registrierkassen durchaus vielseitig einsetzbar. Ein Gerät mit nur einem einfachen Tastenfeld zur Erfassung von Beträgen und möglicher Zuordnung zu festgelegten Warengruppen reicht oft schon aus. Es gibt aber auch Registrierkassen die über ein erweitertes Tastenfeld verfügen. Hier können häufig verkaufte Artikel mit dem jeweiligen Preis hinterlegt werden. Ein direkter Zugriff erspart Zeit. Seltener verkaufte Artikel können über ein separates Tastenfeld herkömmlich erfasst und gespeicherten Warengruppen zugeordnet werden. Kassenhersteller bieten für jede Betriebsgröße die passende Kassenlösung. In aller Regel sind auch erste Serviceleistungen enthalten. Für weitere Dienstleistungen können auch Serviceverträge geschlossen werden. Hier wird seitens der Kassenhersteller natürlich Kundenbindung praktiziert. Aber das ist ja auch in Ordnung.
Zahlungsmittel
Wer den Pfennig nicht ehrt, …! Wer hat den Satz nicht schon einmal gehört? 1981 wurde in der Innenstadt von Trier eine Pfennig-Münze aus dem 8. Jahrhundert gefunden, die derzeit auf einen Wert von derzeit rund 25.000 Euro geschätzt wurde. Bei einer Auktion wechselte das gute Stück seinen Besitzer für stolze 34.000 Euro den Besitzer. Unsere heutige Währung wird da doch etwas anders bewertet. Gut, wir leben ja auch aktuell damit und nutzen den Euro als Zahlungsmittel. Seinerzeit dürfte die erwähnte Münze ebenso bewertet und genutzt worden sein. So hat jede Epoche ihre eigenen Zahlungsmittel. Geld, wie wir es heute kennen hat es lange nicht gegeben. Zunächst hat der Warenhandel als Tauschgeschäft begonnen. Einer gab Ware oder Dienstleistung ab und bekam von ihm benötigte Waren oder Dienstleistungen zurück. Später erlangten Steine, Muscheln, Gold, Silber und andere unverderbliche Dinge den Wert eines Zahlungsmittels. Unser heutiges Geld besteht aus Material, das an sich beinahe wertlos ist, sondern nur den Nennwert darstellt. Wir kennen Münzgeld und Papiergeld. Diese Form des Zahlungsmittels ist weltweit bekannt, es gibt lediglich viele verschiedene Währungen. Im Prinzip aber funktioniert das Bezahlen mit Geld überall gleich. Waren und Dienstleistungen werden bewertet und zu bestimmten Preisen angeboten. In den Industrieländern ist es üblich, dass jeder der etwas verkauft in seinen Verkaufsräumen eine Kasse zur Aufbewahrung des Geldes hat. In kleinsten Betrieben kann es sich da um ein einfaches Schubfach handeln, wo Geld und Belege gesammelt werden. Meist aber sind überall mindestens einfache Registrierkassen. Selbst diese können für den Kunden Belege erstellen, wo alle wichtige notiert ist: Datum, Artikelbeschreibung, Menge, Einzelpreis, Gesamtpreis, Umsatzsteuerbeträge und die Anschrift des Verkäufers. Kassensysteme und Netzwerkkassen sind in der Lage, Belege noch detaillierter auszudrucken. Mit einer Computerkasse kann ich mir vorstellen ist es vielleicht sogar möglich, Rechnungen und andere Belege verschieden zu gestalten. So ließe sich schon optisch eine Rechnung von einem Zahlungs- oder anderem Beleg unterscheiden. Sollte es diese Option noch nicht geben, wäre das für Kassenhersteller vielleicht ein Anreiz, in diese Richtung zu entwickeln. Doch wie dem auch sei: Wer als Unternehmer in Handel, Gastronomie oder Hotelbranche mit Geld zu tun hat ist bestens beraten in seinem Betrieb Kassen, Registrierkassen oder Kassensysteme der neueren Art zu nutzen. Denn damit ist er zumindest rechtlich auf der sicheren Seite. Doch auch was die Sicherheit betrifft, dürften die Geräte immer besser werden. So wie bei Banken die Bargelbestände „zeitschlossgesichert“ sind, so ist bei den modernen Kassensystemen ein Zugriff auf das Bargeld nicht mehr möglich, wenn nicht ein Verkaufsvorgang eingegeben oder über den Scanner gezogen wird. Und selbst wenn dann die Kasse geöffnet ist um das Geld des Kunden zu deponieren und ihm Wechselgeld herauszugeben ist eine unbefugte Geldentnahme auszuschließen. Dafür können sich Kunde und Kassenpersonal als eine Art Kontrollorgan zu gut „auf die Finger gucken“.
Ausbildung und Investition
In 2004 hatten Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden den sogenannten Ausbildungspakt unterzeichnet. Und der scheint in der Tat Früchte zu tragen. Denn seitens der Wirtschaft waren jährlich 60.000 Ausbildungsplätze zugesagt worden. In 2008 wurden aber 86.500 Ausbildungsplätze geschaffen. Wenn das seitens der Wirtschaft nicht ein Signal in die richtige Richtung ist! Fast 53.000 Betriebe wurden neu gewonnen, Ausbildungsplätze einzurichten. Wenn das kein Erfolg ist! Allerdings sind die neuen nicht gleich zusätzliche Lehrstellen, da auch viele Ausbildungsplätze durch Unternehmensinsolvenzen wegfallen. Auch können leider nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Denn in mancher Region werden Lehrstellen zur Verfügung gestellt, wobei die dazu passenden jungen Leute an völlig anderer Stelle des Landes wohnen. Und nicht alle Ausbildungswilligen sind so flexibel, für ihre berufliche Zukunft den Wohnort zu wechseln. Und auch fachlich ist nicht jeder für jeden Beruf geeignet. Dass da in vielen Betrieben schlechte Stimmung herrscht, leuchtet ein. Denn Auszubildende kosten nicht nur viel Geld, es wird für die Ausbildungsdauer auch viel Idealismus seitens des Arbeitgebers erwartet. Da ist es schon eine betriebswirtschaftliche Rechnung wert, ob in Auszubildende oder in Inventar investiert wird. Sicher ist in regelmäßigen Abständen die Betriebseinrichtung zu renovieren oder gar zu erneuern. In Einzelhandel, Gastronomie und Hotelbranche käm auch di Investition in neue Kassen, Registrierkassen oder Kassensysteme hinzu. Denn auch in diesem Bereich gibt es regelmäßig Neuerungen – auch von Seiten der Gesetzgebung. Doch viele Kassenlösungen können vom Kassenhersteller den Betrieblichen Gegebenheiten angepasst werden. Über eine gewisse Zeit ist es auch möglich, neue Software auf den Geräten zu installieren. Doch irgendwann geht dies nicht mehr, außerdem sind auch die Hardwarekomponenten (sprich die Geräte) verbraucht. Dann muss komplett neu investiert werden. Aber auch hier bieten die Kassen hersteller Komplettlösungen an. Und zwar in den Bereichen bezahlbar bis mit Kredit zu finanzieren. Auch in dieser Branche sind Ausbildungsplätze sicher sehr begehrt. Denn Kassen und Kassensysteme nähern sich immer mehr der Computerwelt an. Es gibt sogar schon Computerkassen, die sehr vielseitig einsetzbar sind. Und gerade die heutigen Schulabgänger sind doch sehr begeistert von Computern und kennen sich auch ziemlich gut aus. Da kann es doch eine prima Sache sein, eine Ausbildung und sein späteres Berufsleben damit zu verbinden, was Spaß macht. So können junge Leute von heute Perspektiven erkennen. Denn Computer- Kassen entwickeln und programmieren ist eine sicher ebenso interessante Tätigkeit, wie für andere Jugendliche der Garten- und Landschaftsbau oder das Studium der Mathematik. Für alles ist natürlich die nötige Schulausbildung nötig. Wer aber früh genug seine beruflichen Wünsche und seine Talente entdeckt, dem stehen alle Türen offen. Und mit entsprechender Förderung von den Eltern und der Schule wird jeder erfolgreich sein bei allem Beruflichen, wofür er sich entscheidet. Es gibt in einigen größeren Städten sogar Jugendzentren und andere soziale Einrichtungen, die sich bezügliche ihrer beruflichen Zukunft um Jugendliche und junge Erwachsene kümmern. Und das zum Teil sogar sehr erfolgreich.