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März 2009
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Archiv für März 2009

Kassen im Bäckerhandwerk

Brot zählt in Deutschland zu den wichtigsten Lebensmitteln. Allein hierzulande gibt es über dreihundert Sorten Brot sowie rund 1.200 Sorten Kleingebäck. Diese Vielfalt ist natürlich nicht überall in Deutschland verfügbar. Regionale Unterschiede sind vorhanden, aber selbst dies berücksichtigt, hat jeder von uns noch eine riesengroße Auswahl an leckersten Backwaren. Da ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei. Das klassisch leckere Brot und das frische Brötchen gibt es natürlich beim Bäcker persönlich. In über sechzehntausend Bäckereibetrieben in Deutschland bleiben keine Wünsche für Frühstück oder Kaffeetafel offen. Ein jährlicher Umsatz von fast zwölf Milliarden Euro und beinahe 274.000 Mitarbeiter sorgen dafür, dass das Bäckerhandwerk einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren hierzulande ist. Dass hier natürlich auch Kassen im Einsatz sind, die die Umsätze registrieren und aufrechnen, ist klar. Familienbetriebe mit eigenem Laden nutzen überwiegend die klassische Registrierkasse. können Beträge aufsummieren und mit den jeweiligen Steuerbeträgen auszeichnen. Kundenbelege werden ebenso zuverlässig erstellt wie die Bonrolle, die eine tägliche Umsatzabrechnung nachweist. Filialbäckereien, die in einer Region einzelne Filialen betreiben sind da schon mit einem Kassennetzwerk ausgestattet, das die Filialen mit dem Hauptbetrieb verbindet. Die netzwerkfähigen Registrierkassen in den Läden übertragen Retourenerfassungen, Tagesabrechnungen und die Arbeitszeiterfassung aller Mitarbeiter an die Unternehmenszentrale. Auch kann von der Geschäftsleitung der Umsatz jeder Filiale abgerufen werden. Bei Differenzen können dann zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden. In einzelnen Supermärkten, vor allem aber in Discountern sind auch frische Backwaren zu bekommen. Vorgefertigte Teigrohlinge von Brötchen, Baguettes und Brot werden von den dortigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in einem Ladenofen aufgebacken und in speziellen Aufbewahrungsregalen zur Selbstbedienung angeboten. Die Kunden entnehmen die gewünschten Produkte selbst, hierfür stehen aus hygienischen Gründen Einweghandschuhe und/oder Gebäckzangen zur Verfügung. Gezahlt werden diese Produkte hier auch an den POS- des jeweils im Konzern genutzten Kassensystems. Denn auch die Backwaren sind als Warenbestand in der Kassensoftware mit Einzelpreisen hinterlegt. Die Mitarbeiterin an der muss über die Tastatur lediglich noch die Artikelnummer und die Menge eingeben. Aber nicht nur frische Backwaren vom Bäcker sind gute und leckere Lebensmittel. Auch die Bäckereierzeugnisse aus der SB-Bäckerei oder dem Discounter sind durchaus qualitativ hochwertig. Über den Geschmack lässt sich natürlich streiten. Aber einen weiteren Zweig in der Backwarenbranche bilden die Bäckereifabriken, die ihre Backwaren abgepackt als Fertigware in Supermärkten verkaufen. Hier sind wie an allen anderen Waren auch Barcodes auf der Verpackung, die vom Scanner an der des Supermarktes erkannt, registriert und als Verkauf im hinterlegt werden. Die Produkte aus den Bäckereifabriken sind natürlich nicht im Bäckereiladen um die Ecke zu bekommen. In kleinsten Mengen kann man diese Fabrikware vielleicht noch kaufen in Tante-Emma-Läden im Dorf, wo parallel auch frische Bäckereiprodukte angeboten werden. Dass sich die Waren hier kaum Konkurrenz machen, glaube ich schon. Denn gerade auf dem Dorf ist der Tante-Emma-Laden oft die Rettung, wenn beim regulären Einkauf etwas vergessen wurde. Auch hier werden alle Waren meist über eine einfache abgerechnet und zur Differenzierung einzelnen Warengruppen zugeordnet.

Kassen heute und Kassen zur Euroeinführung

Es ist ja inzwischen bekannt, dass der Gesetzgeber sogenannte Fiskalspeicher für , , und Netzwerkkassen zu verordnen gedenkt. Bis zum Jahr 2013 haben Kassenhersteller Zeit, entsprechende Speichermedien zur Nachrüstung zu entwickeln und neue -geräte von vornherein damit auszustatten. Schon im Sommer 2008 wurde bekannt, das der Einzelhandel und handelsnahe Betriebe bis zu einer Milliarde Euro aufzuwenden habe, um die durch den neuen Speicher verursachten Kosten zu decken. Von Fachleuten der Einzelhandelsverbände werden dies Speicherchips für teuer, eine Überforderung mittelständischer Händler und für überflüssig gehalten. Mit diese sogenannte SmartCard will die Bundesregierung Umsatzsteuerbetrug verhindern. Vor allem kleine und mittlere Betrieb sollen mit diesem Vorhaben übermäßig finanziell belastet werden. Die Umrüstung einer einzigen kann bis zu 800 Euro kosten. Bei etwa 800.000 genutzten Registrierkassen und Kassensystemen kommen schon erste Investitionen von bis zu 640 Millionen Euro zusammen. Zum Teil sind Registrierkassen und Kassensysteme aber nicht umrüstbar weil sie zu alt sind, oder über Technologie verfügen die nicht umgerüstet werden kann. Da muss in Ersatz investiert werden, der nochmals bis zu 480 Millionen Euro schwer ist. Kassen kosten bis zu 1.500 Euro, und bei 320.000 Stück läppert sich das. Fachleute des Einzelhandels Halten diese vorgesehenen Fiskalspeicher für überflüssig, weil bereits die jetzt modernsten Kassensysteme über sicheren Datenzugriff verfügen. Auch das Thema GEZ ist nicht am Thema Kassen vorbeigegangen. Seit dem 01.01.2007 ist die Rundfunkgebühr für Internet-PCs eingeführt worden und wurde auf die Radiogebühr von 5,52 Euro begrenzt. Nach GEZ-Auskünften sind Kassensysteme im Einzelhandel aber doch nicht als neuartige Rundfunkempfangsgeräte einzustufen, nur weil das Internet zur Datenübertragung genutzt wird. Als vor Jahren die Währungsumstellung von der D-Mark auf den Euro stattfand, hat es auch nicht die erwarteten Probleme gegeben. Vor allem aber lag das wohl daran, dass die Einzelhändler hier nur in Ausnahmen selbst aktiv waren. Meist hat man sich eines Dienstleisters bedient, welcher die technischen Geräte wie Kassen und Registrierkassen eurofähig gemacht hat. Viele Betrieben haben sich die Kassensoftware von Kasse und ebenso wie bei der zwei-Währungs-fähig machen lassen und haben dies auch lange genutzt. Denn einerseits war das ein Nachweis, dass richtig umgerechnet wurde. Und zum anderen mochten sich viele nur schwer von der alten Währung trennen. Ein Problem könnten die Betriebe gehabt haben, deren Kassen, Registrierkassen oder Kassensysteme nicht auf zwei-Währungs-Fähigkeit umzurüsten waren. Hier musste entschieden werden, ob die Währungsumstellung dazu genutzt werden sollte, die technische Ausrüstung durch neue zu ersetzen. Da die technische Modernisierung auch heute noch anhält, war der Gedanke in 2001/2002 erst recht relevant. Die Finanzbehörden sind dem Einzelhandel entgegen gekommen: Falls eine Kasse oder eine Kassensoftware durch die Währungsumstellung nicht mehr einsetzbar war, durfte hierfür einmalig eine außerplanmäßige Abschreibung getätigt werden.

Kassensystem im Supermarkt

Moderne sind aus dem Einzelhandel nicht mehr wegzudenken. Wenn ich im Supermarkt einkaufen gehe, begegnet mir ein ebenso wie beim Discounter und im Drogeriemarkt nebenan. Im Supermarkt sind bei Obst und Gemüse Waagen installiert, die einen Bon ausdrucken, der mit einem Barcode versehen ist. Ein ebensolcher Bon mit Barcode wird an der Fleischtheke von den dortigen Waagen ausgedruckt. Diese Bons mit Barcode werden vom Scanner eingelesen, der am POS-Kassenplatz zur Verfügung steht, und dann mit allen anderen Waren aufsummiert. Der Leergutautomat nimmt leere Einweg- und Mehrweg-Pfandflaschen entgegen und gibt dann ebenfalls einen Bon mit Barcode aus, den ich als Gutschrift an der einlösen kann. Eine finde ich in Filialunternehmen heutzutage nicht mehr. Diese Unternehmen sind in aller Regel mit einem modernen Kassensystem ausgestattet. Moderne sind nicht nur in der Lage, eben genannte Vorgänge durchzuführen was ja die eigentliche Aufgabe von , und Kassensystemen ist. Eine Kasse oder Registrierkasse findet sich in kleinen Geschäften, die keine Filialen angeschlossen haben, z.B. ein Kiosk, ein kleiner Schreibwarenladen oder auch die kleine Bäckerei von nebenan. Ein modernes Kassensystem wird bevorzugt in Filialbetrieben und großen Konzernen eingesetzt. Filialbetriebe mit einigen Filialen in der Region und Konzerne mit landesweit verteilten Filialen profitieren vom Einsatz der Kassensysteme. Die Kassensysteme sind leicht zu bedienen und sind auch geeignet, selbst Aushilfskräfte häufig wechselnde Mitarbeiter schnell einzuarbeiten. In Kassensystemen installierte Kassensoftware vereint Kassen- und Auftragsbearbeitung und Stammdatenpflege. Und das für Handel ebenso wie für Dienstleistung und Handwerk. Unter anderem ist die Kassensoftware für Kassensysteme in der Lage, Artikel-, Lieferanten- und Kundendaten zu verwalten. Das Bestellwesen kann mit einer Datenbank im Kassensystem mit Bestellvorschlägen unterstützt werden. Bei einigen Discountern habe ich erlebt, dass die Waagen für Obst und Gemüse am POS-Platz im Scanner installiert ist. Waren mit Barcode werden über den Scanner eingelesen, loses Obst und Gemüse wird gewogen und mit zugehörigen Daten wie dem Grundpreis aus der Datenbank der Kassensoftware abgeglichen und der Aufsummierung zugeordnet. Von einem Bäckereiunternehmen aus der Region weiß ich, dass auch dort ein Kassensystem genutzt wird. Es besteht von jeder Filiale eine online-Verbindung zur Betriebszentrale. In jeder Filiale werden abends die Retouren in die Kassensoftware der Registrierkasse eingetragen, die dann gleich am kommenden Morgen von der betrieblichen Buchhaltung abgerufen werden kann. Seitens der Betriebszentrale können Preisänderungen in das Kassensystem eingegeben werden. So sind alle Filialen gleichzeitig mit aktuellen und gleichen Preislisten ausgestattet. Für kleine Geschäfte wie zum Beispiel dem Kiosk um die Ecke, dem Schreibwarenladen beim Schulzentrum oder dem alteingesessenen Spielzeugfachgeschäft sind so komplexe Kassensysteme nicht notwendig. Hier reicht als Kasse eine einfache Registrierkasse aus. Denn auch Registrierkassen ohne Anschluss an Kassensysteme entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Es ist also nicht zwingend nötig. Jedes Geschäft mit Kassensystemen auszustatten.

Datendiebstahl auch an Kassensystemen

In den USA wird davor gewarnt, dass Hacker in Registrierkassen und Zahlungsterminals eindringen, und sich die gespeicherten Daten von Bankverbindungen zunutze machen. In einem Fall wurden drei Männer vom US-Justizministerium beschuldigt, in die Daten im Kassensystem meherer Filialen einer Restaurantkette eingegriffen und sich diese zunutze gamcht haben. Der unbefugte Zugriff auf die Daten fand statt, während selbige von den Filialen zur Konzernzentrale übertragen wurden. Bei einem Teil der gestohlenen Daten von immerhin mehreren tausend Kreditkarten habe es zu einer Schadenssumme von beinahe 600.000 Dollar geführt. Ein weiterer Fall flog auf, wobei Daten von über einhundert Kunden eines Supermarktes manipuliert wurden und damit ein Schaden von durchschnittlich rund 1000 Dollar entstand.Auch bei einem Fernsehsender ist es einem Eindringling gelungen, Daten auszuspähen. In diesem Fall ging es um Informationen über fünftausend Mitarbeiter. Nicht nur Name, Geburtsdaten und Sozialdaten konnten erspäht werden, sondern zum Teil auch die Gehälter. Der Fernsehsender habe sofort Strafanzeige gegen den unbekannten Täter erstattet. Außerdem gab es an die betroffenen Mitarbeiter die Option angeboten, speziell ihre Bankdaten laufend prüfen zu lassen, um unberechtigten Bankbewegungen entgegen zu wirken. In vielen US-Bundesstaaten ist der Mutterkonzern des betroffenen Ferhnsehsenders wegen neuer Gesetze gezwungen, Datendiebstahl öffentlich bekannt zu geben.Auch bei einer deutschen Jobbörse im Internet ist es zu Datenklau gekommen. Bislang sind 1,3 Millionen User dieser Jobbörse betroffen. Allerdings sind möglicherweise weit mehr Bewerber betroffen, wie kürzlich eine große deusche Wirtschaftszeitung berichtete. Seitens der weltweit-Ausgabe des Portals war dieser Datenklau nicht der einzige. Weitere Hacker-Angriffe könnten nicht ausgeschlossen und keine Datenschutzgarantien gegeben werden. Dass Bankinformationen oder Daten finanzieller Art ausgekundschaftet wurden, dafür gab es jedoch keinen Anlass zur Annahme.Ebenfalls eine US-amerikanische Supermarktkette ist von Datenmissbrauch betroffen. Hier wurden die Server mit einem Virus infiziert, der für den Datenverlust von mehreren Millionen Kunden verantwortlich gemacht wird. Es ging um eine Serverbelastung von 300 Filialen des Lebensmittelhändlers. Die Daten wurden über viele Wochen lang bei jedem Bezahlvorgang abgefangen und an externe Stellen geleitet. Nicht nur das Unternehmen selbst recherchiert nun, wie die Infizierung der Server gelingen konnte. Sogar die US-Behörde für Finanzkriminalität soll inzwischen ermitteln.Auch in Deutschland ist der Datenklau auf dem Vormarsch. Nächtens brechen Betrüger in Supermärkte ein um die Kartenlesegeräte an den Kassen zu manipulieren. Diese scheinbar harmlosen Einbrüche, bei denen kein Diebstahl festzustellen ist, dienen der Gerätemanipulation. So ist es möglich, vom Kunden und der Kassiererin unbemerkt, Bankdaten auszuspähen, wenn der Kunde mit seiner Bank-, Kredit- oder Geldkarte zahlt. Mit den so erschlichenen Daten wurden Karten erstellt, womit wiederum am Geldautomaten die Konten unberechtigt belastet wurden. Allein im Ruhrgebiet sollen auf diesem Weg schon mehrere hunderttausend Euro erbeutet worden sein. Die Polizei hat noch keine Spur zur Lösung dieses Phänomens. Es ist durchaus möglich, dass die Vorfälle im Ruhrgebiet nicht die einzigen sind. Eine bundesweit operierende Organisation könnte dahinter stecken und ihre “Tätigkeitsfelder” jederzeit verlagern. Die Vorgehensweise ist jedenfalls noch recht neu in Deutschland, aber schon in der Schweiz in ähnlicher Form bekannt. Doch trotz des Neuen dieser Betrugsmasche ist auch dem Bundeskriminalamt bereits ein solcher Fall bekannt.Sollte man sich angesichts solcher Betrügereien nicht doch überlegen, das “Plastikgeld” stecken zu lassen? Alternativ kann man doch auch noch den persönlichen Kontakt zum Bankberater wieder herstellen und Bares abheben, um dann ruhigen Gewissens mit selbigem an der Supermarktkasse die Einkäufe zu bezahlen.

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