Archiv für April 2009
Kassensoftware in Einzelhandelsbetrieben
Fachleute aus der Einzelhandelsbranche stellten vor einigen Tagen klar, dass die Freigabe der Nennfüllmengen für bestimmte Waren und Erzeugnisse in Fertigpackungen zum 11.04. dieses Jahres einen positiven Anteil gegen eine Überregulierung beiträgt. Schließlich ist auch die Eigenverantwortung der Kunden gefragt, die schließlich auch nicht bis zum letzten bevormundet werden wollen. Außerdem ist der Handel ohnehin schon verpflichtet, alle Waren übersichtlich und gut erkennbar auszuzeichnen. Einen Grundpreis zum Vergleich zwischen mehreren Konkurrenz-Produkten kann man überall erkennen, somit dürfte auch der Kunde erkennen können, welcher Artikel der preiswertere ist. Mit der Kassensoftware moderner Kassensysteme sind im Übrigen auch aktuelle Preisanpassungen möglich. Selbst wenn Waren im Laden anders ausgezeichnet sind als das im Kassensystem der Fall ist, kann der Kunde immer noch reklamieren, und an der POS-Kasse können dann für den aktuellen Verkaufsvorgang Preiskorrekturen vorgenommen werden. Die Freigabe und die damit verbundene Änderung vermindern den bürokratischen Aufwand ungemein. Außerdem wir damit neuer Gestaltungsraum für die Lebensmittelindustrie geschaffen. Vor allem aber sehen Experten, dass letzten Endes der Verbraucher und Kunde profitiert. Wie gesagt ist natürlich auch an den Kunden appelliert, eigenverantwortlich Preise zu vergleichen. Die Freigabe der bisher bindend festgelegten Verpackungsgrößen wie beispielsweise 1-Liter-Flaschen bei Getränken, können ebenso gut ein anderes Format bekommen. Der Grundpreis für das Getränk wird gleich bleiben, und der ist ja das, was im Preisvergleich wichtig ist. Die Freigabe der Verpackungsgrößen soll auf zusätzliche Warensortimente wie Zucker, Butter, Milch und einige Getränke ausgedehnt werden. Weine und Spirituosen sollen dagegen aber weiterhin den verbindlichen Vorgaben für eine Nennfüllmenge in einer sogenannten festen Wertereihe unterliegen. Da in jedem Fall in der Kassensoftware der Kassensysteme im Einzelhandel die kompletten Warensortimente des Geschäfts hinterlegt sind, wird man wenigstens an den Kassen-Plätzen des Ladens die aktuelle Auszeichnung mit Menge, Preis und Grundpreis erfahren können. In vielen Supermärkten sind aber auch Scanner im Laden verteilt installiert. Damit kann man eine Ware einlesen und den Preis für diesen Artikel abfragen. Diese Scanner sind an die Kassensoftware der genutzten Kassensysteme angeschlossen, und greifen auf die Datenbanken mit den aktuellen Preisauszeichnungen zu. Die neuen Verpackungsregeln machen es der Wirtschaft möglich, dem Kunden einen optimalen Bestand an Packungs-Größen anzubieten. Diese optimierten Mengen werden sich am Markt behaupten, sofern eine ausreichende Kundennachfrag besteht, glauben Fachleute. Durch dieses bedarfsorientierte Angebot kann auf ein geändertes Konsumverhalten reagiert werden. So dürften Lebensmittel-Mengen für Single-Haushalte ebenso benötigt werden wie die Großpackung für eine Familie. Da die Zahl der kleinen und Single-Haushalte in Deutschland weiter steigen wird, werden eben auch kleiner Verpackungseinheiten immer mehr nachgefragt. Experten stellen klar, dass aber auch unabhängig davon abseits mancher Aufregung zu diesem Thema auch in Zukunft klassische und gewohnte Packungsgrößen verfügbar sein werden. Was verärgert, sind die verzerrenden Aussagen zu einem angeblich erschwerten Preisvergleich. Dabei sind doch alle Waren zum Verkaufspreis mit einem zusätzlichen Grundpreis (z.B. für einen Liter oder einhundert Gramm) auszuzeichnen. Und da kommt dann wieder die Eigenverantwortung der Verbraucher ins Spiel, sich auch vernünftig zu informieren.
Einzelhandel, Kassen und verschiedenste Branchen
Der Einzelhandel ist ein umfangreicher Markt, der alles Erdenkliche an Waren und Artikeln zu bieten hat. Allein der Lebensmitteleinzelhandel hat fast zahllose Unterbranchen wie beispielsweise die Fleischerei-, die Bäckerei- und die Obst-/Gemüse-Branche. Im Textilhandel findet man nicht nur Damenmoden, Herrenausstattung und Kinderkleidung, Tischwäsche und hotelspezifische Wäsche sind hier ebenfalls untergeordnete Fachbranchen. Und doch werden in allen Einzelhandelsbereichen Kassen genutzt. Registrierkassen sind in kleinsten Geschäften zu finden, z.B. im kleinen Laden für Schreibwaren in der Nachbarschaft eines Schulzentrums oder auch im Kiosk. Auch der alteingesessene Betrieb eines Bäckers nutzt noch häufig eine Registrierkasse. Netzwerkfähige Registrierkassen kommen häufig in mittelständischen Filialbetrieben zum Einsatz, beispielsweise bei Bäckereifilialisten. Hier sind die Endgeräte zum Teil recht groß, insbesondere wenn es sich um Geräte der ersten Generation handelt. Aber sie tun gute Dienste. Schließlich ist auch hier die Kassensoftware noch auf einige Jahre hinaus update-fähig, so dass hier eine Neuanschaffung in nächster Zukunft nicht nötig ist. Eine netzwerkfähige Registrierkasse verfügt in aller Regel über ein recht umfangreiches Tastenfeld, wo vielen Tasten mit jeweils einem häufig verkauften Artikel belegt ist. Durch einen Tastendruck werden aus der Kassensoftware heraus die Daten aufgegriffen und dem gerade stattfindenden Verkaufsvorgang zugeordnet. Da Kassensysteme in Filialbetrieben mit online-Leitungen zum Hauptbetrieb eingerichtet sind, können aktuelle Daten und die täglichen Umsatzabrechnungen von der Buchhaltung aus aufgegriffen und verbucht werden. Auch kann seitens der Betriebsleitung die in der Kassensoftware jeder Filiale hinterlegte Preisliste immer aktuell gehalten werden. Ein Zugriff auf die Daten im Kassensystem ist also jederzeit möglich. Kassensysteme mit Netzwerkkassen und noch leistungsstärkerer Kassensoftware werden in aller Regel von Supermarktketten, Warenhauskonzernen und Kaufhausketten genutzt. Hier besteht die Möglichkeit, dass auch einzelne Filialen untereinander über die Kassensoftware erkennen können, wie der Warenbestand einer anderen Filiale ist. Die Kontaktaufnahme zueinander kann entweder klassisch telefonisch erfolgen, das hat einen gewissen persönlichen Charakter. Filialen können möglicherweise auch über das Kassensystem Kontakt aufnehmen. Jedenfalls ist es möglich, über die Einsicht in den Warenbestand untereinander und den Kontakt untereinander, sich im Zweifelsfall mit Informationen oder Warenaustausch auszuhelfen. Natürlich kann keine Ware über die Kassensoftware transportiert werden. Aber der Informationsaustausch kann schon erheblich Zeit einsparen helfen. Desweiteren sind moderne Kassensysteme in der Lage, sowohl in mittelständischen Betrieben als auch in großen Konzernen weitere Arbeitsabläufe zu unterstützen. Die Erfassung der Arbeitszeiten aller Mitarbeiter kann über die Kassensoftware erfolgen, auch können im Kassensystem Bestellformulare hinterlegt und (teil-) automatisch ausgefüllt werden. Hier sind mobile Kassen-Module sehr hilfreich. Sie können als Scanner die Barcodes von Waren einlesen und die Daten im gespeicherten Bestellformular eintragen. Lediglich die Bestellmenge muss dann noch manuell über die Tastatur der Kasse nachgetragen werden. Der Versand dieser Bestellung wird dann manuell ausgelöst und über online-Leitungen zu Zentrallagern eines Unternehmens übermittelt. Natürlich können auch Lieferanten aus der Region zur Bestellübermittlung und Auftragsbestätigung mit dem Kassensystem verschiedener Unternehmen verbunden sein. Das würde im Einzelhandelsbetrieb zusätzliche PC-Installationen überflüssig machen.
Infrastruktur um Messegelände meist gut austerüstet
Der Papier- und Bucheinzelhandel bietet seinen Kunden Büro- Schreibwaren- und verschiedenste Papierartikel wie Briefpapier, Umschläge und Schulhefte zum Kauf an. Auch der Facheinzelhandel mit Büchern und Zeitschriften bietet interessante Lektüre für jedes Alter und für jedes Interessensgebiet. Die Einzelhandelsbranche mit Eisenwaren, Bau- und Heimwerkerbedarf bietet hingegen zum Teil auch handwerkliche Dienstleistungen, überwiegend aber Farben/Lacke, Baustoffe, Eisenwaren und Werkzeuge. Der Lederwareneinzelhandel kann nicht so wirklich zum Bekleidungshandel gezählt werden. Denn hier werden nicht nur Hosen und Jacken aus Leder für den Alltag oder Motorradbekleidung aus Leder angeboten. Auch Taschen, Koffer Schuhe und viele andere aus Leder gefertigte Waren sind käuflich zu erwerben. Aber ungeachtet der Branche im Einzelhandel: Eine Kasse benötigen sie alle. Kassenhersteller bieten für jede Branche und jede Anforderung eine passende Lösung. In großen Kaufhäusern, Warenhäusern und Supermärkten sind Netzwerkkassen im Kassensystem anzutreffen, die mit ihrer leistungsstarken Kassensoftware nicht nur die Verkäufe registrieren können. Die Arbeitszeiterfassung ist über Kassensysteme ebenso einfach abzuwickeln wie auch das Bestellwesen unterstützt werden kann. Mobile Scanner können Barcodes einlesen und die hinterlegten Daten in ein Bestellformular übertragen. Es müssen manuell dann nur noch die Bestellmengen erfasst werden, wonach die in der Kassensoftware hinterlegte Bestellung dann versendet werden kann. Eine Registrierkasse wird es zumindest in dem Design, wie es uns seit vielen Jahren vertraut ist über kurz oder lang nicht mehr geben. Denn die Anforderungen an eine Kasse steigen immer weiter, und eine herkömmliche Registrierkasse kann dem früher oder später nicht mehr gerecht werden. Auch seitens der Kassenhersteller gibt es wohl keine Weiterentwicklungsmöglichkeit der Technik von Registrierkassen. Moderne Kassensysteme und Netzwerkkassen werden immer mehr den Markt erobern. Die Bedienerfreundlichkeit ist heute schon enorm. Und selbst bei einem Jobwechsel kann es durchaus möglich sein, dass an der Kasse im neuen Geschäft keine Einarbeitung des Arbeitnehmers nötig ist. Denn viele Kassen und Kassensysteme ähneln sich sehr in der Übersichtlichkeit. Da ist es dann ein leichtes, sich von einem Kassensystem auf eine Netzwerkkasse umzustellen. Tauchscreen-Bildschirme ermöglichen es sogar, einen Verkaufsvorgang ganz ohne Tastatur zu erfassen. Und auch durch ihr modernes Design sind Kassensysteme der guten alten Registrierkasse sehr wohl ebenbürtig. Der Einzelhandel ist ein durchaus vielseitiges und interessantes Thema. Es gibt viele Branchen, tolle Jobs und viel Kontakt zu netten Menschen. Eine Ausbildung im Einzelhandel ist eine gute Grundlage für das Berufsleben, Karrierechancen gibt es durchaus im Einzelhandel. Die Verkaufsstellen- oder Filialleitung ist da noch eine früh erreichbare Karrierestufe. Eine nicht ganz so steile Leiter der Karriere wird man in kleinen Familienbetrieben erklimmen können, aber auch hier gibt es nicht nur die schlechtesten Chancen. Sicher kann man sich im Familienbetrieb auch zur rechten Hand des Chefs mausern. Das kann durchaus auch bedeuten, dass man die ganze Verantwortung trägt, wenn der Arbeitgeber mal in Urlaub oder krank ist.