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Kassensystem im Supermarkt
Moderne Kassensysteme sind aus dem Einzelhandel nicht mehr wegzudenken. Wenn ich im Supermarkt einkaufen gehe, begegnet mir ein Kassensystem ebenso wie beim Discounter und im Drogeriemarkt nebenan. Im Supermarkt sind bei Obst und Gemüse Waagen installiert, die einen Bon ausdrucken, der mit einem Barcode versehen ist. Ein ebensolcher Bon mit Barcode wird an der Fleischtheke von den dortigen Waagen ausgedruckt. Diese Bons mit Barcode werden vom Scanner eingelesen, der am POS-Kassenplatz zur Verfügung steht, und dann mit allen anderen Waren aufsummiert. Der Leergutautomat nimmt leere Einweg- und Mehrweg-Pfandflaschen entgegen und gibt dann ebenfalls einen Bon mit Barcode aus, den ich als Gutschrift an der Kasse einlösen kann. Eine Registrierkasse finde ich in Filialunternehmen heutzutage nicht mehr. Diese Unternehmen sind in aller Regel mit einem modernen Kassensystem ausgestattet. Moderne Kassensysteme sind nicht nur in der Lage, eben genannte Vorgänge durchzuführen was ja die eigentliche Aufgabe von Kassen, Registrierkassen und Kassensystemen ist. Eine Kasse oder Registrierkasse findet sich in kleinen Geschäften, die keine Filialen angeschlossen haben, z.B. ein Kiosk, ein kleiner Schreibwarenladen oder auch die kleine Bäckerei von nebenan. Ein modernes Kassensystem wird bevorzugt in Filialbetrieben und großen Konzernen eingesetzt. Filialbetriebe mit einigen Filialen in der Region und Konzerne mit landesweit verteilten Filialen profitieren vom Einsatz der Kassensysteme. Die Kassensysteme sind leicht zu bedienen und sind auch geeignet, selbst Aushilfskräfte häufig wechselnde Mitarbeiter schnell einzuarbeiten. In Kassensystemen installierte Kassensoftware vereint Kassen- und Auftragsbearbeitung und Stammdatenpflege. Und das für Handel ebenso wie für Dienstleistung und Handwerk. Unter anderem ist die Kassensoftware für Kassensysteme in der Lage, Artikel-, Lieferanten- und Kundendaten zu verwalten. Das Bestellwesen kann mit einer Datenbank im Kassensystem mit Bestellvorschlägen unterstützt werden. Bei einigen Discountern habe ich erlebt, dass die Waagen für Obst und Gemüse am POS-Platz im Scanner installiert ist. Waren mit Barcode werden über den Scanner eingelesen, loses Obst und Gemüse wird gewogen und mit zugehörigen Daten wie dem Grundpreis aus der Datenbank der Kassensoftware abgeglichen und der Aufsummierung zugeordnet. Von einem Bäckereiunternehmen aus der Region weiß ich, dass auch dort ein Kassensystem genutzt wird. Es besteht von jeder Filiale eine online-Verbindung zur Betriebszentrale. In jeder Filiale werden abends die Retouren in die Kassensoftware der Registrierkasse eingetragen, die dann gleich am kommenden Morgen von der betrieblichen Buchhaltung abgerufen werden kann. Seitens der Betriebszentrale können Preisänderungen in das Kassensystem eingegeben werden. So sind alle Filialen gleichzeitig mit aktuellen und gleichen Preislisten ausgestattet. Für kleine Geschäfte wie zum Beispiel dem Kiosk um die Ecke, dem Schreibwarenladen beim Schulzentrum oder dem alteingesessenen Spielzeugfachgeschäft sind so komplexe Kassensysteme nicht notwendig. Hier reicht als Kasse eine einfache Registrierkasse aus. Denn auch Registrierkassen ohne Anschluss an Kassensysteme entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Es ist also nicht zwingend nötig. Jedes Geschäft mit Kassensystemen auszustatten.
Datendiebstahl auch an Kassensystemen
In den USA wird davor gewarnt, dass Hacker in Registrierkassen und Zahlungsterminals eindringen, und sich die gespeicherten Daten von Bankverbindungen zunutze machen. In einem Fall wurden drei Männer vom US-Justizministerium beschuldigt, in die Daten im Kassensystem meherer Filialen einer Restaurantkette eingegriffen und sich diese zunutze gamcht haben. Der unbefugte Zugriff auf die Daten fand statt, während selbige von den Filialen zur Konzernzentrale übertragen wurden. Bei einem Teil der gestohlenen Daten von immerhin mehreren tausend Kreditkarten habe es zu einer Schadenssumme von beinahe 600.000 Dollar geführt. Ein weiterer Fall flog auf, wobei Daten von über einhundert Kunden eines Supermarktes manipuliert wurden und damit ein Schaden von durchschnittlich rund 1000 Dollar entstand.Auch bei einem Fernsehsender ist es einem Eindringling gelungen, Daten auszuspähen. In diesem Fall ging es um Informationen über fünftausend Mitarbeiter. Nicht nur Name, Geburtsdaten und Sozialdaten konnten erspäht werden, sondern zum Teil auch die Gehälter. Der Fernsehsender habe sofort Strafanzeige gegen den unbekannten Täter erstattet. Außerdem gab es an die betroffenen Mitarbeiter die Option angeboten, speziell ihre Bankdaten laufend prüfen zu lassen, um unberechtigten Bankbewegungen entgegen zu wirken. In vielen US-Bundesstaaten ist der Mutterkonzern des betroffenen Ferhnsehsenders wegen neuer Gesetze gezwungen, Datendiebstahl öffentlich bekannt zu geben.Auch bei einer deutschen Jobbörse im Internet ist es zu Datenklau gekommen. Bislang sind 1,3 Millionen User dieser Jobbörse betroffen. Allerdings sind möglicherweise weit mehr Bewerber betroffen, wie kürzlich eine große deusche Wirtschaftszeitung berichtete. Seitens der weltweit-Ausgabe des Portals war dieser Datenklau nicht der einzige. Weitere Hacker-Angriffe könnten nicht ausgeschlossen und keine Datenschutzgarantien gegeben werden. Dass Bankinformationen oder Daten finanzieller Art ausgekundschaftet wurden, dafür gab es jedoch keinen Anlass zur Annahme.Ebenfalls eine US-amerikanische Supermarktkette ist von Datenmissbrauch betroffen. Hier wurden die Server mit einem Virus infiziert, der für den Datenverlust von mehreren Millionen Kunden verantwortlich gemacht wird. Es ging um eine Serverbelastung von 300 Filialen des Lebensmittelhändlers. Die Daten wurden über viele Wochen lang bei jedem Bezahlvorgang abgefangen und an externe Stellen geleitet. Nicht nur das Unternehmen selbst recherchiert nun, wie die Infizierung der Server gelingen konnte. Sogar die US-Behörde für Finanzkriminalität soll inzwischen ermitteln.Auch in Deutschland ist der Datenklau auf dem Vormarsch. Nächtens brechen Betrüger in Supermärkte ein um die Kartenlesegeräte an den Kassen zu manipulieren. Diese scheinbar harmlosen Einbrüche, bei denen kein Diebstahl festzustellen ist, dienen der Gerätemanipulation. So ist es möglich, vom Kunden und der Kassiererin unbemerkt, Bankdaten auszuspähen, wenn der Kunde mit seiner Bank-, Kredit- oder Geldkarte zahlt. Mit den so erschlichenen Daten wurden Karten erstellt, womit wiederum am Geldautomaten die Konten unberechtigt belastet wurden. Allein im Ruhrgebiet sollen auf diesem Weg schon mehrere hunderttausend Euro erbeutet worden sein. Die Polizei hat noch keine Spur zur Lösung dieses Phänomens. Es ist durchaus möglich, dass die Vorfälle im Ruhrgebiet nicht die einzigen sind. Eine bundesweit operierende Organisation könnte dahinter stecken und ihre “Tätigkeitsfelder” jederzeit verlagern. Die Vorgehensweise ist jedenfalls noch recht neu in Deutschland, aber schon in der Schweiz in ähnlicher Form bekannt. Doch trotz des Neuen dieser Betrugsmasche ist auch dem Bundeskriminalamt bereits ein solcher Fall bekannt.Sollte man sich angesichts solcher Betrügereien nicht doch überlegen, das “Plastikgeld” stecken zu lassen? Alternativ kann man doch auch noch den persönlichen Kontakt zum Bankberater wieder herstellen und Bares abheben, um dann ruhigen Gewissens mit selbigem an der Supermarktkasse die Einkäufe zu bezahlen.